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Das Fanconi Syndrom

Das neue „FMP" (Fanconi Management Protocolls 1999) in deutsch
Fanconi, Stand der Forschung

Über die röhrenförmige Nierenfunktionsstörung, die beim Basenji auftreten kann, wurde das erste Mal im Jahre 1976 berichtet. Seither haben sich Forscher wie Züchter und Basenjiliebhaber mit dieser Erkrankung beschäftigt.
In der Humanmedizin ist das Fanconi Syndrom bereits seit 1931 bekannt, die aber nichts als den Namen mit der Erkrankung unserer Basenjis zu tun hat.
Das Fanconi Syndrom tritt außer bei den Basenjis auch noch bei anderen Hunderassen auf wie z.B. bei den Norwegischen Elchhunden, den Beagles und den Whippets. Bei den Basenjis tritt diese Erkrankung aber um ein vielfaches mehr auf als bei den vorgenannten Hunderassen.
Um diese Krankheit zu erforschen um den Erbgang festzustellen, arbeiteten Forscher und Züchter in USA eng zusammen.

Was ist das Fanconi Syndrom?
Aufgabe der Nieren ist die Körperflüssigkeit zu filtern, Schadstoffe auszuscheiden und Stoffe, die der Körper benötigt, einzubehalten, wie Amino-Säuren, Salze, Vitamine und andere wichtige Stoffe. Bei einem Basenji der am Fanconi Syndrome erkrankt ist, ist diese Funktion gestört. Anstatt die lebenswichtigen Stoffe zurückzubehalten, scheidet er sie mit dem Urin aus.
Ohne diese lebensnotwendigen Stoffe kommt es zu Gewichtsverlust und Muskelschwund und letztendlich zu einer Austrocknung des Körpers.
Stellt die Niere ihre Tätigkeit nahezu ein, folgt sehr schnell der Tod.
Anzeichen für diese Erkrankung sind überdurchschnittliches Trinken (Polydipsia) und überdurchschnittliches Urinieren (Polyuria) um die wichtigsten zu nennen. Weitere Merkmale sind: Gewichtsverlust trotz bestem Appetit, Austrocknung, schlechtes Fellkleid, Energieverlust und Knochenschmerzen.
Die Erkrankung tritt spät auf, meist zwischen dem fünften und dem siebten Lebensjahr. Sie ist allerdings auch im Alter von 3 Jahren und über das kritische siebte Lebensjahr hinaus diagnostiziert worden.
Natürlich hat nicht jeder Basenji, der solche Symptome aufweist, auch das Fanconi Syndrom. Man sollte aber als Basenji Besitzer über diese Erkrankung Bescheid wissen und seinen Tierarzt dahingehend informieren. Denn nicht selten kommt es bei dieser Erkrankung zu einer Fehldiagnose (Cushing Syndrome, Diabetes), da kaum ein Tierarzt das Fanconi Syndrom kennt. Fragen Sie Ihren Tierarzt!

Unbehandelt führt diese Erkrankung in kurzer Zeit zum Tode.
In meinem Artikel in der Buschtrommel 2/1993 habe ich geschrieben, „sollten Sie solche Anzeichen bemerken, sollte umgehend der Urin untersucht werden."
Inzwischen habe ich sehr viel Literatur darüber gesammelt und gelesen. Um möglichst frühzeitig den Beginn einer Erkrankung zu erkennen, kann man im Vorfeld schon etwas tun!

Machen Sie bei Ihrem(n) Basenji(s) monatlich einen Test auf Zucker im Urin.
Eine ganz simple Methode um zu prüfen, ob Ihr Basenji Zucker im Urin hat und da gehört er NICHT hin! Ein weiteres Anzeichen ist die „Verwässerung" des Urins. Versuchen Sie den ersten Urin am Morgen zu testen. Glukose Teststreifen bekommen Sie in der Apotheke.
Ist das Ergebnis positiv, muß gehandelt werden. Man sollte nun den Urin UND das Blut vom Tierarzt untersuchen lassen. Wird im Blut kein Blutzucker festgestellt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um das Fanconi Syndrom handeln kann.
Sind die Tests positiv ausgefallen, muß ein Schritt weitergegangen werden. Es muss eine Blutgasanalyse (eine Blutgasanalyse kann nur in einem Labor für Humanmedizin gemacht werden, Tierkliniken und Tierärzte haben solche Einrichtungen meistens nicht) gemacht werden, um festzustellen wie hoch die Übersäuerung des Blutes ist. Nun sollte der Basenji anhand des „FMP" (Fanconi Management Protocolls) von Dr. Steve Gonto aus Amerika therapiert werden.
Seit Anfang Februar 1999 liegt im BKD das „Fanconi Management Protokoll" auch in deutscher Sprache vor. Herr Dr. Friedrich Reuter hat es uns ins Deutsche übertragen, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Wer daran Interesse hat, kann es bei mir (frankierten Rückumschlag mit DM 3,00 beilegen) anfordern.
Leider ist derzeit NICHT bekannt, wie der Erbgang dieser Erkrankung verläuft und wie mir ein versierter Tierarzt (Nierenspezialist), den ich befragte meinte: „beim Menschen sind 8 mutierte Gene des Fanconi Syndroms gefunden worden, ist das bei Ihrer Rasse auch so, wird es noch lange dauern, bis ein Gentest erstellt werden kann".


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